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Usbekistan begann mit dem Flug von Berlin-Tegel mit Turkish
Airlines und ging über Istanbul nach Taschkent. Zu empfehlen ist allerdings,
sich einen Direktflug mit Usbekistan Airlines, allerdings dann von Frankfurt, zu
besorgen, da dieser ca. 200 € günstiger ist. In Taschkent wurden wir
von Gulanaras
Guesthouse (gulnara@globalnet.uz) abgeholt. Es
ist eine private Unterkunft, geführt von einer tatkräftigen Usbekin, die fest im
Tourismusgeschäft integriert ist. Ein Doppelzimmer mit Toilette und Dusche
kostete 30 $ Dollar, allerdings gibt es auch Zimmer mit Gemeinschaftsnutzung
von einer außen liegenden Toilette und Dusche. Für einen Dollar bekam man zu
diesem Zeitpunkt 1200 usbekische Sum. Im übrigen ist der 1000 Sum-Schein der
größte Schein, der dort gehandelt wird. Dem entsprechend groß waren die
Geldpakete, die man getauscht bekam.
Taschkent ist geprägt von breiten
aus sowjetischer Zeit stammenden Straßen und Plätzen. Einen guten Blick über
Taschkent kann man vom Fernsehturm aus genießen. Lohnend ist unbedingt der
Besuch der Märkte. Diese sind voll und belebt und es macht großen Spaß über
diese zu schlendern.
Weiter ging es mit einem Flug nach Nukus. Fliegen ist in Usbekistan fast
selbstverständlich, hat man zu mindest den Eindruck. Für ein Ticket muss man
jedoch etwas Geduld aufbringen. Ein großes Usbekistan-Airline-Ticketbüro mit
vielen Schaltern gibt es in Taschkent. In Nukus angekommen, fanden wir eine Übernachtung in
dem ziemlich
heruntergekommenen Hotel "Nukus". Ein Dreibettzimmer kostete auch nur 30,00 $.
Zu empfehlen sei aber ein Privathotel bei dem Museum des Künstlers Igor
Savitskij. Leider hatten wir keine Adresse dazu gefunden. Die Stadt
diente uns als Ausgangspunkt zur Hafenstadt Muynak am Aralsee. Allerdin gs liegt
diese inzwischen 150 km weit vom heutigen Ufer entfernt. In der Umgebung der
Stadt sieht man unzählige Schiffswracks einfach in der Steppe liegen.
Weiterführende Links dazu gibt es am Ende dieser Seite.
Wir legten die anschließende Strecke von Muynak nach Chiwa mit
dem Taxi zurück. Taxifahren ist für uns eine Alternative, da schnell, zu jedem Zeitpunkt
verfügbar und zu mehreren auch relativ preiswert. Die Strecke von Nukus nach
Muynak und zurück kostete 80$ und von Nukus nach Chiwa ebenfalls. Chiwa ist eine
geniale Museumsstadt mit einer komplett erhaltenen Stadtmauer, vielen Medresen,
Karawansereien, Moscheen
und einem Palast. Wir übernachteten innerhalb der Stadtmauern in einer
umgebauten Medrese für 40 $ pro Doppelzimmer.
Nach 2 Nächten ging es dann ebenfalls mit Taxi weiter nach Buchara. Eine etwas
größere Stadt mit einem kleinen Zentrum um den sog. Labi Hauz, einem ehemaligen
Wasserreservoir der Stadt. Zu sehen ist in Buchara der Todesturm und mehrere Medresen wie
auch der Registan der Stadt, der ehemalige öffentliche Platz, auf dem Gericht
gehalten wurde und auch Hinrichtungen erfolgten. Empfehlenswert ist die
Übernachtung in der Pension "Hovli-Poyon B&B" für 40 $ pro Doppelzimmer. In
Buchara gibt es jede Menge alter muslimischer Bauten zu besichtigen.
Die nächste Etappe unternahmen wir mit dem Zug nach Samarkand. Die Fahrt kostete
12 $. Samarkand ist geprägt durch den großen Registan, der von drei Seiten
durch Medresen und Moscheen eingerahmt ist. Diese Gebäude sind sehr sehenswert
und stehen auch auf der Unesco-Weltkulturerbe-Liste.
Wir besuchten das Mausoleum Gur Emir mit dem Sarg Tamerlans, dem großen
usbekischen Führer aus dem 14. Jahrhundert, und das Observatorium von Ulug Bek.
Beide sind wirklich sehenswert. Diese Gebäude wurden in der Vergangenheit
sehr gut erhalten, so dass ihr Zustand auch sehr gut ist. Wir
übernachteten in dem sehr guten Hotel "Zarina" für 50 $ pro Doppelzimmer. Der
Hotelchef organisierte uns eine Tour in die kasachische Steppe mit Übernachtung
in einer Jurte und kurzem Kamelritt. Solch einen Trip können wir nur empfehlen,
zeigt er doch das ursprüngliche Leben der Steppenvölker, wie es auch die Usbeken
einst waren. Danach ging es direkt wieder nach Taschkent zur gleichen Unterkunft.
Zusammenfassend
kann man sagen, dass Usbekistan ein wunderbares Reiseland für
Individualtouristen ist, obwohl der Individualtourismus noch nicht stark
entwickelt ist. Aber man kommt sehr gut durch und findet eigentlich auch immer
eine Unterkunft.
Diese sollte man jedoch wenigstens einen Tag vorher telefonisch klar machen,
denn gerade in den touristischen Zentren kann es vorkommen, dass Hotels oder
Pensionen voll belegt sind mit großen Reisegruppen.
>>Seitenanfang<<

http://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee
http://www.aralsee.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Buchara
http://www.uzbekistan.de/ (Botschaft der Republik
Usbekistan in der Bundesrepublik Deutschland)

Die zur Verfügung stehenden
Reiseführer halten sich sehr in Grenzen. Das Standardwerk scheint hier der
Reiseführer von Judith Peltz zu sein, der für Reisegruppen und geführte Reisen
sicherlich nicht schlecht ist. Für eine individuelle Tour reicht er jedoch
nicht. Die bessere Alternative wäre wieder der Lonely Planet "Mittelasien"
gewesen, der jedoch zu unserer Zeit für diese Region nicht zur Verfügung stand.
Trescher-Reihe Reisen; Judith
Peltz "Usbekistan entdecken" 4. Auflage 2005
http://trescherverlag.de (deutsch)
Odyssey Guides; Calum
Macleod, Bradley Mayhew "Usbekistan - The Golden Road To Samarkand" 2004
http://cordee.co.uk
(englisch)
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