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Grönland war ein kleiner
Abstecher von der Islandrundreise 1999. Solche Abstecher werden oft verpönt,
doch war er für mich trotzdem ein unvergessliches Erlebnis. Es ging hier dabei
nicht darum, irge ndwelche Touren oder Kilometer zu absolvieren, sondern
lediglich darum, das Klima, die Atmosphäre kennen zulernen. Das hat sich voll
erfüllt! Insofern blieb ich auch auf der Insel Kulusuk. Schon bei der Ankunft
auf dem Flugplatz, der nur eine
einfache Schotterpiste ist, mit einer einfachen Abfertigungshalle, merkt man,
dass hier der Wind anders weht. Geht man vom Flughafen den einzigen Weg in die
Richtung der Siedlung, sieht man schon die arktisch typischen Gletscherkälber
im Wasser umhertreiben. Geht man weiter, kommt man am malerisch gelegenen
Friedhof vorbei. Spätestens hier wird einem klar, mit welchen Problemen die
Grönländer konfrontiert sind. Der Boden ist sehr hart, so dass es unmöglich
ist größere Friedhofsanlagen zu errichten. Da s gleiche gilt auch für den
Müll! Das Problem begegnet einem überall in der Siedlung. Die Siedlung besteht
aus grönlandtypischen kleinen Holzhütten, die mit Propangas beheizt werden. Im
Zentrum der Siedlung gibt es einen "Supermarkt"
und eine kleine Kirche, die 80 Menschen Platz
bietet. Diese Kirche wurde von einer havarierten Schiffsmannschaft gespendet.
Insgesamt merkt man, dass das Leben dort hart ist! Leider begegnet einem auch
dort auch viel Armut. Hohe Arbeitslosigkeit lässt viele häufig zur
Flasche greifen. Maximal im Winter werden viele noch einmal aktiv, indem sie auf
Jagd gehen. Dort werden Robben gejagt, die dann für den ganzen Sommer als
Futter, unter anderem für die Huskies dienen. So ist es nicht verwunderlich,
dass im Hafen tote Robben im eiskalten Wasser gelagert werden. Die Huskies sind
überall in der Siedlung zu finden und sollten auf keinen Fall gefüttert
werden, da sie bewusst kurz gehalten werden. Auf der Insel sind aber auch sehr
schöne Wanderungen möglich, die einem das Grönlandfeeling vermitteln können.
Es war ein lohnender Abstecher.
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