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Wir starteten
Mitte Juli zu einer Reise in den skandinavischen Sommer nach Norwegen. Los
ging es in Dresden nach Rostock/ Warnemünde und mit der letzten Fähre nach
Gedser (Kombi- Ticket mit der Öresundbrücke 130€ für unseren Berlingo
und 2 Personen). Mitten in der Nacht trafen wir in Dänemark ein und
übernachteten nicht weit von Gedser. Am nächsten Tag besuchten wir noch
Kopenhagen, da sich dies anbot. Über den Öresund ging es dann nach
Schweden, wo sich eine triste Autobahnfahrt entlang der E6 anschloss. Nach
einer weiteren Übernachtung kamen wir dann endlich in Oslo an. Der erste
Zeltplatz fand sich gleich am Eingang zu Oslo, der Fjord- Campingplatz.
Eigentlich kein schlechter Platz aber nichts besonderes. Gleich nebenan kann
man in
dem Fjord baden gehen. Leider ist der Strand zum Teil ganz schön verdreckt.
In Oslo bot sich bei Regenwetter eine Museumstour an und die Besichtigung des Holmenkollen. Eine weitere Nacht in Oslo verbrachten wir auf einem
anderen Zeltplatz- dem Bogstad-Camping. Dieser Zeltplatz ist aufgrund seiner
Größe und der Einrichtungen sehr zu empfehlen, außerdem liegt er nicht
allzu weit vom Holmenkollen entfernt. Weiter ging die Tour nach Kongsberg,
mit seinem riesigen Silberbergwerk - sehr zu empfehlen. Dann schloss sich
die Fahrt entlang der E16 an, an der sich jede Menge alter Stabkirchen
befinden. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Diese Straße führt direkt
in die Hardangervidda. Auf dieser Strecke machten wir Dagali halt. Ein
kleiner netter Zeltplatz! Allerdings hielten wir uns aufgrund des schlechten
Wetters nicht allzu lange in dieser Hochebene auf. Über Geilo fuhren wir
direkt zum Aurlandfjord. Die Straße führte über ein wunderschönes
Hochland, die es oft in Norwegen zu bestaunen gibt. Vor Ankunft an unserem
Ziel ging es durch einen Tunnel, an dessem Ausgang sich zum ersten Mal für
uns ein wunderbarer Blick auf den bildhübschen Aurlandfjord bot. Ab hier
begann das Land der Fjorde.
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Ein Fjord nach dem
anderen, ein Aussichtsparkplatz nach dem anderen - einfach herrlich. Von
Aurland führt der längste Tunnel Europas (ganze 24 km) nach Laerdal. Dort
muß eine der vielen Autofähren genommen werden, um nach Kaupanger zu
kommen. Über Sogndal ging es dann nach Fjaerland, über die neu
eingerichtete Straße. Fjaerland ist eigentlich ein altes Fischerdörfchen,
in dem die Zeit stehen geblieben ist, mit einem hypermodernem
Gletschermuseum. Dieses sollte man sich, bei Interesse an Gletschern oder
Gletscherwanderungen, nicht entgehen lassen. Von hier aus lassen sich auch
herrliche Gletschwanderungen planen und buchen. Wir wählten uns den
Brigstalsbreen. Eine wunderschöne Gletscherzunge. Das war auch der höchste
Punkt unserer Reise.
Von da aus ging es
wieder über mehrere Fjorde und Hochländer nach Voss. Hier lässt sich eine
Tagestour- Norway in a nutshell - eine Kombination von Bahnfahrt (Bergenbahn
und Flamsbahn), Schiff und Bus buchen. Die Tour ist unbedingt
empfehlenswert, weil man imposanteste norwegische Natur komprimiert
vorfindet. Am eindrucksvollsten ist die Schifffahrt von Flam nach Gudvangen
durch extrem enge Fjorde. Ab hier ging es weiter nach Bergen. Hier gibt es
keinen Campingplatz, sondern nur einen Stellplatz für Wohnmobile, für
unseren Berlingo kein Problem. Bergen ist ein altes Hansestädtchen, dem man
die Vergangenheit ansieht - Hafen, Tyske Brygge, Fischmarkt u.v.m. Das
Aquarium lohnt sich nur an Regentagen. Ansonsten ist Bergen ein
überschaubares Städtchen, das man auch zu Fuß oder per Rad gut
erschließen kann. Unser nächstes Ziel nach Bergen war Eidfjord. Diesen
erreicht man, indem man immer dem Hardangerfjord folgt. Von Eidfjord dient
eine alte, stillgelegte Straße als Radweg ("Panoramaweg") zum
Vöringvoss. Ist man dort angelangt, so befindet man sich direkt an der
Abbruchkante der Hardangervidda. Weiter ging es nach Kinsarvik, wo man immer
entlang von Kirschbaumplantagen knapp unterhalb der Gletscher fährt. In
Kinsarvik kann man die vier Vossen (Wasserfälle) - Wanderung machen. Erneut
fuhren wir weiter über Hochländer in die Hardangervidda nach Rjukan.
Dieses ist bekannt durch sein Wasserkraftwerk. Schon die Fahrt durch ein
sehr schmales Tal ist irgendwie furchteinflösend. Am Tinnsjö machten wir
nochmals an einem wunderschönen Zeltplatz Rast. Am nächsten Tag schloss
sich dann eine Wanderung zum Gaustatoppen, dem höchsten Berg der Telemark
(1883m) an. Unsere letzte Etappe führte über Heddal nach Oslo. In Heddal
sollte man auf keinen Fall die eindrucksvolle Stabkirche auslassen. Hiernach
ging es Richtung Oslo. Hier hatten wir Schwierigkeiten die im Reiseführer
aufgezeigten Campingplätze - ganz untypisch für Norwegen - zu finden.
Letztendlich landeten wir im Hokksundcamping. Hier ließen wir die Reise mit
den Erinnerungen an eine gewaltige Natur ausklingen.
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