erstellt von Ingrid und Heino Gräf    September 2010      

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RoutenbeschreibungBilder über NorwegenBilderalbum von Norwegen

 

 

Wir starteten Mitte Juli zu einer Reise in den skandinavischen Sommer nach Norwegen. Los ging es in Dresden nach Rostock/ Warnemünde und mit der letzten Fähre nach Gedser (Kombi- Ticket mit der Öresundbrücke 130€ für unseren Berlingo und 2 Personen). Mitten in der Nacht trafen wir in Dänemark ein und übernachteten nicht weit von Gedser. Am nächsten Tag besuchten wir noch Kopenhagen, da sich dies anbot. Über den Öresund ging es dann nach Schweden, wo sich eine triste Autobahnfahrt entlang der E6 anschloss. Nach einer weiteren Übernachtung kamen wir dann endlich in Oslo an. Der erste Zeltplatz fand sich gleich am Eingang zu Oslo, der Fjord- Campingplatz. Eigentlich kein schlechter Platz aber nichts besonderes. Gleich nebenan kann man in dem Fjord baden gehen. Leider ist der Strand zum Teil ganz schön verdreckt. In Oslo bot sich bei Regenwetter eine Museumstour an und die Besichtigung des Holmenkollen. Eine weitere Nacht in Oslo verbrachten wir auf einem anderen Zeltplatz- dem Bogstad-Camping. Dieser Zeltplatz ist aufgrund seiner Größe und der Einrichtungen sehr zu empfehlen, außerdem liegt er nicht allzu weit vom Holmenkollen entfernt. Weiter ging die Tour nach Kongsberg, mit seinem riesigen Silberbergwerk - sehr zu empfehlen. Dann schloss sich die Fahrt entlang der E16 an, an der sich jede Menge alter Stabkirchen befinden. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Diese Straße führt direkt in die Hardangervidda. Auf dieser Strecke machten wir Dagali halt. Ein kleiner netter Zeltplatz! Allerdings hielten wir uns aufgrund des schlechten Wetters nicht allzu lange in dieser Hochebene auf. Über Geilo fuhren wir direkt zum Aurlandfjord. Die Straße führte über ein wunderschönes Hochland, die es oft in Norwegen zu bestaunen gibt. Vor Ankunft an unserem Ziel ging es durch einen Tunnel, an dessem Ausgang sich zum ersten Mal für uns ein wunderbarer Blick auf den bildhübschen Aurlandfjord bot. Ab hier begann das Land der Fjorde. 

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Ein Fjord nach dem anderen, ein Aussichtsparkplatz nach dem anderen - einfach herrlich. Von Aurland führt der längste Tunnel Europas (ganze 24 km) nach Laerdal. Dort muß eine der vielen Autofähren genommen werden, um nach Kaupanger zu kommen. Über Sogndal ging es dann nach Fjaerland, über die neu eingerichtete Straße. Fjaerland ist eigentlich ein altes Fischerdörfchen, in dem die Zeit stehen geblieben ist, mit einem hypermodernem Gletschermuseum. Dieses sollte man sich, bei Interesse an Gletschern oder Gletscherwanderungen, nicht entgehen lassen. Von hier aus lassen sich auch herrliche Gletschwanderungen planen und buchen. Wir wählten uns den Brigstalsbreen. Eine wunderschöne Gletscherzunge. Das war auch der höchste Punkt unserer Reise. 

Von da aus ging es wieder über mehrere Fjorde und Hochländer nach Voss. Hier lässt sich eine Tagestour- Norway in a nutshell - eine Kombination von Bahnfahrt (Bergenbahn und Flamsbahn), Schiff und Bus buchen. Die Tour ist unbedingt empfehlenswert, weil man imposanteste norwegische Natur komprimiert vorfindet. Am eindrucksvollsten ist die Schifffahrt von Flam nach Gudvangen durch extrem enge Fjorde. Ab hier ging es weiter nach Bergen. Hier gibt es keinen Campingplatz, sondern nur einen Stellplatz für Wohnmobile, für unseren Berlingo kein Problem. Bergen ist ein altes Hansestädtchen, dem man die Vergangenheit ansieht - Hafen, Tyske Brygge, Fischmarkt u.v.m. Das Aquarium lohnt sich nur an Regentagen. Ansonsten ist Bergen ein überschaubares Städtchen, das man auch zu Fuß oder per Rad gut erschließen kann. Unser nächstes Ziel nach Bergen war Eidfjord. Diesen erreicht man, indem man immer dem Hardangerfjord folgt. Von Eidfjord dient eine alte, stillgelegte Straße als Radweg ("Panoramaweg") zum Vöringvoss. Ist man dort angelangt, so befindet man sich direkt an der Abbruchkante der Hardangervidda. Weiter ging es nach Kinsarvik, wo man immer entlang von Kirschbaumplantagen knapp unterhalb der Gletscher fährt. In Kinsarvik kann man die vier Vossen (Wasserfälle) - Wanderung machen. Erneut fuhren wir weiter über Hochländer in die Hardangervidda nach Rjukan. Dieses ist bekannt durch sein Wasserkraftwerk. Schon die Fahrt durch ein sehr schmales Tal ist irgendwie furchteinflösend. Am Tinnsjö machten wir nochmals an einem wunderschönen Zeltplatz Rast. Am nächsten Tag schloss sich dann eine Wanderung zum Gaustatoppen, dem höchsten Berg der Telemark (1883m) an. Unsere letzte Etappe führte über Heddal nach Oslo. In Heddal sollte man auf keinen Fall die eindrucksvolle Stabkirche auslassen. Hiernach ging es Richtung Oslo. Hier hatten wir Schwierigkeiten die im Reiseführer aufgezeigten Campingplätze - ganz untypisch für Norwegen - zu finden. Letztendlich landeten wir im Hokksundcamping. Hier ließen wir die Reise mit den Erinnerungen an eine gewaltige Natur ausklingen.

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