erstellt von Ingrid und Heino Gräf    September 2010      

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RoutenbeschreibungBilder über Schweden und NorwegenBilderalbum von Schweden und Norwegen

 

 

Diesesmal war unser Ziel über eine Kanutour in Schweden nach Norwegen zum Wandern zu reisen. Die Fahrt fand im Juli und August 2006 statt. Eigentlich, sagt man, ist der Zeitpunkt für Skandinavien zu spät gewählt aber das können wir überhaupt nicht bestätigen, denn außer ein paar Regenschauer hatten wir auf dieser Fahrt ausschließlich Sonnenschein. Die Fahrt begann mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg mit der Scandline. War sehr angenehm und veschafft einem eine Verschnaufpause nach den vielen Kilometern auf der Autobahn. Abends in Trelleborg angekommen suchten wir uns einen Schlafplatz, den wir auch auf der kleinen Halbinsel Felsterbo fanden. Über Ystat ging es dann immer weiter an der Südküste entlang bis nach Káseberga, wo sich das Wikingergrab "Ales Stenar" befindet. Ziemlich in der Nähe gibt es noch ein interessantes Hügelgrab, das "Kungagraven". Dieses liegt gleich neben dem Ort Kivik. Die Südküste verfolgten wir ungefähr bis Karlshamn. Allerdings ist die Osteeküste nicht mehr so zum Genießen, wie am Südzipfel Schwedens. Über Växjö gings anschließend zum Vätternsee und von dort nach Örebro. Als drittgrößte Stadt Schwedens lohnt sich ein Abstecher in die Stadt allemale. Interessant istr auch das Heimatmuseum im Schloss, wo sich Kinder ein eigenes "Schwedenhaus" bauen können. Keine leichte Aufgabe.

Unser erstes größeres Ziel jedoch war das Gebiet um Arvika. Dort pausierten wir mehrere Tage für eine Kanotour. Ein wunderschönes Reservat zum Kanufahren ist das Glaskogengebiet. Es ist direkt dafür vorbereitet und bietet jede Menge Platz und Seen zum mehrtägigen Paddelvergnügen. Feuerstellen und Schutzhütten inclusive. Einziger Wehrmutstropfen sind gelegntliche Landgänge, die die einzelnen kleinen Seen mit einander verknüpfen. Auf jeden Fall lohnt sich aber eine Tour über die Seenplatte. Nach einer mehrtägigen Kanutour ging es dann weiter in Richtung Norwegen. Da es immer die E6 nordwärts ging, bot sich ein Halt in der Olympiastadt "Lillehammer" an. Das olympische Museum informiert vorbildlich über die Geschichte der Olympiaden und die ehemalige Eishockey-Halle beherbergt alles Informative über die Olympiade in Lillehammer. Die Skisprunganlage wird heute noch genutzt und gelegentlich kann man auch im Sommer Skispringer beobachten. Unser eigentliches Ziel jedoch war der "Rondanenationalpark".

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Hier hielten wir uns wieder etwas länger für eine mehrtägige Durchwanderung des Gebirges auf. Eine Wanderung, die es in sich hatte. Auf Grund der Gebirgsformation ist man leicht dazu geneigt, das Gebirge zu unterschätzen. Aber Nowegen darf man nicht unterschätzen. Zum Gebirgsweg kommt hier im Norden auch noch das Wetter dazu. Dieses kann teilweise extrem ausfallen. Entlang des Weges sind hin und wieder auch aus diesem Grund Steinhütten, die durchaus auch jedermann offen stehen. Touren gibt es hier im Gebirge ausreichend, ebenso wie Kartenmaterial. Dieses sollte man sich unbedingt besorgen, auch wenn die Wege gut markiert sind. Unterwegs sind immer wieder Hütten zum Übernachten zu finden, was jedoch nicht gerade billig ist. Gleichzeitig kann man überall sein eigenes Zelt errichten, was wiederum sehr billig ist. Auf jeden Fall lohnt sich eine längere Tour, auf der man sogar die Chance hat, Rentiere in freier Wildbahn beobachten zu können. Unsere Tour setzte sich anschließend über den "Touristvegen" quer durch Norwegens höchstem Gebirge dem "Jotunheimen-Nationalpark" fort. Eine Tour die nicht an Wünschen übrig lässt. Auch hier lohnt es sich in jedem Fall einen längeren Stop zum Wandern einzulegen. Uns lief allerdings die Zeit davon und so setzten wir unsere Tour in Richtung Westküste fort. Über den Sognefjord ging es zum Gletschermuseum nach Fjärland. Ein Besuch der sich lohnt, da man unheimlich viele Informationen über die norwegischen Gletscher und allgemein über Gletscher erhält, nicht aber preiswert ist, weil die Straße dorthin mautpflichtig ist und eben so mal hin und zurück 40,-€ zusammenkommen. Von dort ging es dann nach Voss wo eigentlich eine Rafting-Tour geplant war, diese jedoch aus Wassermangel ins "Wasser" fiel. Es bot sich alternativ die Flamsbahn zwischen Flam und Myrdal an. Ein Erlebnis der Extraklasse, insbesondere wenn man den Bahnweg von Flam aus nach Myrdal läuft. Immerhin 800 Höhenmeter! Die sind ersteinmal zu absolvieren, bevor man das Erlebnis Flámsbana genießen kann. Aber man kann die Tour auch gern anders herum absolvieren. Ansonsten bieten unzählige Reisebüros die Nutshell-Tour an, was eine Rundreise zwischen Myrdal-Flam und Gudvangen darstellt - Eine schöne Sache. Von dort ging es dann, für uns erneut nach Bergen, wo unsere Fähre uns nach Dänemark zurückbrachte.

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