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Diesesmal
war unser Ziel über eine Kanutour in Schweden nach
Norwegen zum Wandern zu reisen. Die Fahrt fand im Juli und August 2006
statt. Eigentlich, sagt man, ist der Zeitpunkt für Skandinavien zu spät
gewählt aber das können wir überhaupt nicht bestätigen, denn außer ein paar
Regenschauer hatten wir auf dieser Fahrt ausschließlich Sonnenschein. Die
Fahrt begann mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg mit der Scandline.
War sehr angenehm und veschafft einem eine Verschnaufpause nach den vielen
Kilometern auf der Autobahn. Abends in Trelleborg angekommen suchten wir uns
einen Schlafplatz, den wir auch auf der kleinen Halbinsel Felsterbo fanden.
Über Ystat ging es dann immer weiter an der Südküste entlang bis nach
Káseberga, wo sich das Wikingergrab "Ales Stenar" befindet. Ziemlich in der
Nähe gibt es noch ein interessantes Hügelgrab, das "Kungagraven". Dieses
liegt gleich neben dem Ort Kivik. Die Südküste verfolgten wir ungefähr bis
Karlshamn. Allerdings ist die Osteeküste nicht mehr so zum Genießen, wie am
Südzipfel Schwedens. Über Växjö gings anschließend zum Vätternsee und von
dort nach Örebro. Als drittgrößte Stadt Schwedens lohnt sich ein Abstecher
in die Stadt allemale. Interessant istr auch das Heimatmuseum im Schloss, wo
sich Kinder ein eigenes "Schwedenhaus" bauen können. Keine leichte Aufgabe.
Unser erstes größeres Ziel jedoch war das Gebiet um Arvika. Dort pausierten
wir mehrere Tage für eine Kanotour. Ein wunderschönes Reservat zum
Kanufahren ist das Glaskogengebiet. Es ist direkt dafür vorbereitet und
bietet jede Menge Platz und Seen zum mehrtägigen Paddelvergnügen.
Feuerstellen und Schutzhütten inclusive. Einziger Wehrmutstropfen sind
gelegntliche Landgänge, die die einzelnen kleinen Seen mit einander
verknüpfen. Auf jeden Fall lohnt sich aber eine Tour über die Seenplatte.
Nach einer mehrtägigen Kanutour ging es dann weiter in Richtung Norwegen. Da
es immer die E6 nordwärts ging, bot sich ein Halt in der Olympiastadt
"Lillehammer" an. Das olympische Museum informiert vorbildlich über die
Geschichte der Olympiaden und die ehemalige Eishockey-Halle beherbergt alles
Informative über die Olympiade in Lillehammer. Die Skisprunganlage wird
heute noch genutzt und gelegentlich kann man auch im Sommer Skispringer
beobachten. Unser eigentliches Ziel jedoch war der "Rondanenationalpark".
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Hier hielten wir uns wieder etwas länger für eine mehrtägige Durchwanderung
des Gebirges auf. Eine Wanderung, die es in sich hatte. Auf Grund der
Gebirgsformation ist man leicht dazu geneigt, das Gebirge zu unterschätzen.
Aber Nowegen darf man nicht unterschätzen. Zum Gebirgsweg kommt hier im
Norden auch noch das Wetter dazu. Dieses kann teilweise extrem ausfallen.
Entlang des Weges sind hin und wieder auch aus diesem Grund Steinhütten, die
durchaus auch jedermann offen stehen. Touren gibt es hier im Gebirge
ausreichend, ebenso wie Kartenmaterial. Dieses sollte man sich unbedingt
besorgen, auch wenn die Wege gut markiert sind. Unterwegs sind immer wieder
Hütten zum Übernachten zu finden, was jedoch nicht gerade billig ist.
Gleichzeitig kann man überall sein eigenes Zelt errichten, was wiederum sehr
billig ist. Auf jeden Fall lohnt sich eine längere Tour, auf der man sogar
die Chance hat, Rentiere in freier Wildbahn beobachten zu können. Unsere
Tour setzte sich anschließend über den "Touristvegen" quer durch Norwegens
höchstem Gebirge dem "Jotunheimen-Nationalpark" fort. Eine Tour die nicht an
Wünschen übrig lässt. Auch hier lohnt es sich in jedem Fall einen längeren
Stop zum Wandern einzulegen. Uns lief allerdings die Zeit davon und so
setzten wir unsere Tour in Richtung Westküste fort. Über den Sognefjord ging
es zum Gletschermuseum nach Fjärland. Ein Besuch der sich lohnt, da man
unheimlich viele Informationen über die norwegischen Gletscher und allgemein
über Gletscher erhält, nicht aber preiswert ist, weil die Straße dorthin
mautpflichtig ist und eben so mal hin und zurück 40,-€ zusammenkommen. Von
dort ging es dann nach Voss wo eigentlich eine Rafting-Tour geplant war,
diese jedoch aus Wassermangel ins "Wasser" fiel. Es bot sich alternativ die
Flamsbahn zwischen Flam und Myrdal an. Ein Erlebnis der Extraklasse,
insbesondere wenn man den Bahnweg von Flam aus nach Myrdal läuft. Immerhin
800 Höhenmeter! Die sind ersteinmal zu absolvieren, bevor man das Erlebnis
Flámsbana genießen kann. Aber man kann die Tour auch gern anders herum
absolvieren. Ansonsten bieten unzählige Reisebüros die Nutshell-Tour an, was
eine Rundreise zwischen Myrdal-Flam und Gudvangen darstellt - Eine schöne
Sache. Von dort ging es dann, für uns erneut nach Bergen, wo unsere Fähre
uns nach Dänemark zurückbrachte.
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