erstellt von Ingrid und Heino Gräf    September 2010      

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Bilder über ThailandBilderalbum von Thailand

 

 

Um einen Einstieg in Asien zu bekommen, bietet sich Thailand gerade zu an. Die Bedingungen im Land sind für Backpacker ideal, Touristen sind gern willkommen und die Thailänder möchten Ausländern ihr Land auch gerne zeigen, was einem auf Schritt und Tritt begegnet. Weiterhin ist das Land von seiner Größe her ideal um einen Überblick in vier Wochen bekommen zu können. Mehr Zeit ist natürlich besser, weniger Zeit ist fast zu knapp. Wir hatten leider nur drei Wochen Zeit, was gerade so ausreichte um einen knappen Eindruck zu erhalten. Das Land lässt sich außerdem ganzjährig bereisen, wobei die wohl schönsten Tage von Dezember bis Februar sein sollen. Wir waren jedoch im Juli und da war es nicht minder schön. Die Regenzeit bedeutete vorrangig, dass ab und zu mal ein kräftiger Schauer fällt, sich die Sache jedoch schnell wieder beruhigt und warm ist es so wie so immer.Die Tour begann in Bangkok. Vom Flughafen kann man sich einen Bus (Linie A2) nehmen, um in das Backpacker-Zentrum rund um die Khao San zu gelangen, kostet 100B (1€ = 40Baht). Dort gibt es eine Menge Guesthäuser, in denen man sich getrost einmieten kann. Es empfiehlt sich doch in der Saison Zimmer vorzubestellen. Unser erstes Guesthouse war das New Siam Guesthouse (0-2282-4554) in der Soi Chana Songkhram. Liegt im Rücken der Khao San, im Viertel ist abends immer was los und trotzdem hat man ruhige Nächte. Die Nacht kostet da 420B. Das ist für Thailand nicht die preiswerteste Kategorie, jedoch in Bangkok findet man auch wesentlich teurere Unterkünfte. War OK. Die erste Nacht diente auch lediglich der Einfindung. Am nächsten Tag ging es dann gleich los in Richtung Norden.

Der erste Halt war in  Ayutthaya, der Hauptstadt des zweiten Königreiches (ca.14. Jh.). Die Fahrt kostet mit Zug 15B in der dritten Klasse. Aus dem Bahnhof kommend geht man die Straße in Richtung Fluss und muss mit der Fähre (2B) diesen überqueren. Am anderen Ufer ist man sogleich im vollen Gewühl der Stadt und hier kann man sich erst ein mal um eine Unterkunft bemühen. Wir waren im "Tony´s Place", einer aus Holz gebauten Hütte mit Bar (Zimmer für 150B-250B). Die Zimmer sind nichts besonderes, es wird auch noch bessere in Ayutthaya geben. Am Rande der Stadt sind dann die ganzen Ruinen zu sehen, die einen Eindruck der Ayutthaya-Dynastie wiederspiegeln. Interessant ist hier, dass dort eine wunderschöne Parkanlage gestaltet wurde, in der dann die einzelnen Tempel und Chedis stehen. Lohnt sich. Weiter geht die Tour nach Phitsanulok um von dort aus nach Sukhothai zu gelangen. In Phitsanulok machten wir die erste Bekanntschaft mit dem Regen, der schon sehr beachtlich, aber doch begrenzt war. Im Ort gibt es ein sehr schönes Folkmuseum, in dem man sich, so man will, einen Überblick über thailändisches Leben verschaffen kann. Unmittelbar daneben gibt es ein Super Hotel, in dem man für 200B hervorragend schlafen kann. Preis-Leistungs-mäßig gesehen war das das beste Hotel auf der Tour.

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Mit dem Bus ging es dann nach Sukhothai, der ersten Königsstadt (ca.12.Jh). da merkt man dann schon am Busbahnhof die touristische Logistik. Wir sind dann ins Somprason Guesthouse für 280B eingezogen, es gibt aber bestimmt schönere Unterkünfte. Z.B. gleich zwei Häuser weiter, das Yupa House. Auch in Sukhothai kann man sich die Ruinen der ehemaligen Königsstätten anschauen, die wiederum am Rande der Stadt liegen und zu denen man am besten mit einem Sammelbus (10B) hinfährt. Dort kann man sich ein einfaches Fahrrad mieten und das gesamte Gelände erkunden. Eintritt in diesen Nationalpark kostet 40B. Wenn man dann aus dem inneren Teil der Stätte herausfährt muss man dann lustigerweise noch ein mal 40B zahlen um die außerhalb liegenden Tempel sehen zu können. Kann man machen, muss man aber nicht. In Sukhothai selber gibt es einen wunderschönen Nachtmarkt, auf dem man abends super und preiswert essen kann. Die nächste Station war Mae Sot. Mae Sot ist schon nicht mehr touristisches Zentrum und so merkt man schon recht schnell, das diese Region ärmer als manch andere Region ist. Der Ort liegt an der Burmesischen Grenze, doch zu diesem Zeitpunkt war es nicht möglich über die Grenze zu gehen, denn die politischen Beziehungen waren momentan nicht die besten. Zwischen den beiden Ländern floriert aber zu jeder Zeit der Handel, insbesondere an Grenzübergängen. So gibt es denn auch hier einen Grenzmarkt, der für thailändische Märkte untypische Dinge zu bieten hat. Sollte man sich ruhig anschauen. Weiterhin ist Mae Sot aber auch ein Zentrum für Trekking-Touren, insbesondere in die Richtung Umphang. Dieser Ort liegt auch mitten im Dschungel und der soll hier noch mit am natürlichsten sein. Wir hatten allerdings keine Zeit für eine Tour und sind so für einen Tag in ein Karen-Flüchtlingslager gefahren. Im Flüchtlingslager wird man mit dem Elend der Welt konfrontiert, wo man sich einfach eine Meinung bilden muss. Die Unterkunft, das SP-House, war einfach, aber dafür zu teuer (200B).

Chiang May war die nächste Staion. 6-Stunden Busfahrt von Mae Sot nach Chiang May. Ziemlich ätzend aber sie gehen vorüber. Chiang May ist die zweitgrößte Stadt in Thailand und Zentrum des Nordens, insbesondere ein guter Standort für Erkundungen und Trekking. Auch wir nutzten dies und führten zwei nicht ganz billige Touren durch. Die erste ging nach Chiang Ray und schloss ein Besuch in einem Dorf mit "Long Necks"- den Padaung-Frauen ein. Die Tour wurde unserer Meinung nach privat organisiert und war qualitativ das letzte und teuerste, was uns auf der ganzen Tour begegnete. Interessant war, das der Guide mit einer Deutschen verheiratet ist und selber fünf Jahre in Deutschland lebte. Die zweite Tour ging über zwei Tage in den Dschungel und erfüllte alle unsere Vorstellungen. Diese Tour wurde aber von offiziellen Touristenbüros angeboten. Sie enthielt eine Wanderung durch eine wunderschöne Landschaft, Übernachtung in einem Akka-dorf, Elefantenriding und Bamboorafting, ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Würden wir auf alle Fälle weiterempfehlen, da landestypisch und für uns Europäher auch ein Erlebnis.

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Weiter ging die Tour nach Ko-Samui. Ob es nun diese Insel sein soll oder eine andere muss jeder für sich entscheiden. Wahrscheinlich sind alle Inseln da unten sehr schön und für das Inselfeeling geeignet. Jedenfalls haben wir es nicht bereut auf Samui gewesen zu sein. Schon die ersten Eindrücke waren so tiefgründig, fast kataloghaft. Unsere Unterkunft war eine einfache Bungalowsiedlung und nannte sich Marine Bungalow (ein Bungalow 600B). Auf der Insel ist alles zu haben, was das Touristenherz begehrt. Wir wollten eigentlich nur die Insel sehen und das Tauchen erlernen. Letzteres lässt sich hier hervorragend durchführen. Wir haben hier den Open Water PADI-Schein beim Divepoint gemacht. Unsere Lehrerin war die Ilka aus Leipzig, die ihren Job super machte. Jedenfalls wurden das wunderbare Tage auf dem Tauchboot und unter Wasser. Leider blieb für die Insel nicht allzu viel Zeit übrig, die man sich ruhig nehmen sollte. Unsere Zeit war jedenfalls begrenzt und so konnten wir nur noch einen kleinen Rundgang unternehmen um die Naturschönheiten zu genießen. Es gibt aber schon noch einige Dinge, die man sich anschauen könnte.Nun näherte sich unser Urlaub langsam dem Ende und wir mussten wieder zu unserem Startpunkt zurück, nämlich Bangkok. Hier nahmen wir uns noch ein mal richtig Zeit für Kultur und für die Stadt. Solte man auch tun, denn Bangkok ist schon sehr sehenswert. Da ist zum einen der alte Teil der Stadt, dann der historische sehr gut gepflregte Teil, incl. Regierungssitz und da ist auch der moderne Teil, der für einen Europäer schon ein Erlebnis darstellt. Von allen drei Teilen sollte man ruhig etwas genießen. Mit dem Genießen darf man es nicht ganz so wörtlich nehmen, denn man muss in Bangkok beim tiefen Einatmen aufpassen, dass man sich nicht eine chronische Lungenkrankheit zu zieht, denn die Luft ist schon ziemlich dick. Viele laufen deshalb auch mit Mundschutz herum. Der Lumphini-Park hingegen ist die grüne Oase der Stadt und sehr zu empfehlen. Massenhaft gehen die Thais ihrem Freizeitsport nach. Bewegen kann man sich in der Stadt sehr gut mit Bus und Hochbahn sowie der Flusstaxi, ein Erlebnis der besonderen Art. Alles in allem war dieser  Urlaub ein sehr gelungener.

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