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Um
einen Einstieg in Asien zu bekommen, bietet sich Thailand gerade zu an. Die
Bedingungen im Land sind für Backpacker ideal, Touristen sind gern willkommen
und die Thailänder möchten Ausländern ihr Land auch gerne zeigen, was einem
auf Schritt und Tritt begegnet. Weiterhin ist das Land von seiner Größe her
ideal um einen Überblick in vier Wochen bekommen zu können. Mehr Zeit ist
natürlich besser, weniger Zeit ist fast zu knapp. Wir hatten leider nur drei
Wochen Zeit, was gerade so ausreichte um einen kn appen Eindruck zu erhalten. Das
Land lässt sich außerdem ganzjährig bereisen, wobei die wohl schönsten Tage
von Dezember bis Februar sein sollen. Wir waren jedoch im Juli und da war es
nicht minder schön. Die Regenzeit bedeutete vorrangig, dass ab und zu mal ein
kräftiger Schauer fällt, sich die Sache jedoch schnell wieder beruhigt und
warm ist es so wie so immer.Die
Tour begann in Bangkok. Vom Flughafen kann man sich einen Bus (Linie A2) nehmen,
um in das Backpacker-Zentrum rund um die Khao San zu gelangen, kostet 100B (1€
= 40Baht). Dort gibt es eine Menge Guesthäuser, in denen man sich getrost
einmieten kann. Es empfiehlt sich doch in der Saison Zimmer vorzubestellen.
Unser erstes Guesthouse war das New Siam Guesthouse (0-2282-4554) in der Soi
Chana Songkhram. Liegt im Rücken der Khao San, im Viertel ist abends immer was
los und trotzdem hat man ruhige Nächte. Die Nacht kostet da 420B. Das ist für
Thailand nicht die preiswerteste Kategorie, jedoch in Bangkok findet man auch
wesentlich teurere Unterkünfte. War OK. Die erste Nacht diente auch lediglich
der Einfindung. Am nächsten Tag ging es dann gleich los in Richtung Norden.
Der
erste Halt war in Ayutthaya, der Hauptstadt des zweiten Königreiches
(ca.14. Jh.). Die Fahrt kostet mit Zug 15B in der dritten Klasse. Aus dem
Bahnhof kommend geht man die Straße in Richtung Fluss und muss mit der Fähre
(2B) diesen überqueren. Am anderen Ufer ist man sogleich im vollen Gewühl der
Stadt und hier kann man sich erst ein mal um eine Unter kunft bemühen. Wir waren
im "Tony´s Place", einer aus Holz gebauten Hütte mit Bar (Zimmer
für 150B-250B). Die Zimmer sind nichts besonderes, es wird auch noch bessere in Ayutthaya geben. Am Rande der Stadt sind dann die ganzen Ruinen zu sehen, die
einen Eindruck der Ayutthaya-Dynastie wiederspiegeln. Interessant ist hier, dass
dort eine wunderschöne Parkanlage gestaltet wurde, in der dann die einzelnen
Tempel und Chedis stehen. Lohnt sich. Weiter
geht die Tour nach Phitsanulok um von dort aus nach Sukhothai zu gelangen. In
Phitsanulok machten wir die erste Bekanntschaft mit dem Regen, der schon sehr
beachtlich, aber doch begrenzt war. Im Ort gibt es ein sehr schönes Folkmuseum,
in dem man sich, so man will, einen Überblick über thailändisches Leben
verschaffen kann. Unmittelbar daneben gibt es ein Super Hotel, in dem man für
200B hervorragend schlafen kann. Preis-Leistungs-mäßig gesehen war das das
beste Hotel auf der Tour.
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Mit
dem Bus ging es dann nach Sukhothai, der ersten Königsstadt (ca.12.Jh). da
merkt man dann schon am Busbahnhof die touristische Logistik. Wir sind dann ins
Somprason Guesthouse für 280B eingezogen, es gibt aber bestimmt schönere
Unterkünfte. Z.B. gleich zwei Häuser weiter, das Yupa House. Auch in Sukhothai
kann
man sich die Ruinen der ehemaligen Königsstätten anschauen, die wiederum am
Rande der Stadt liegen und zu denen man am besten mit einem Sammelbus (10B)
hinfährt. Dort kann man sich ein einfaches Fahrrad mieten und das gesamte
Gelände erkunden. Eintritt in diesen Nationalpark kostet 40B. Wenn man dann aus
dem inneren Teil der Stätte herausfährt muss man dann lustigerweise noch ein
mal 40B zahlen um die außerhalb liegenden Tempel sehen zu können. Kann man
machen, muss man aber nicht. In Sukhothai selber gibt es einen wunderschönen
Nachtmarkt, auf dem man abends super und preiswert essen kann. Die
nächste Station war Mae Sot. Mae Sot ist schon nicht mehr touristisches Zentrum
und so merkt man schon recht schnell, das diese Region ärmer als manch andere
Region ist. Der Ort liegt an der Burmesischen Grenze, doch zu diesem Zeitpunkt war
es nicht möglich über die Grenze zu gehen, denn die politischen Beziehungen
waren momentan nicht die besten. Zwischen den beiden Ländern floriert aber zu
jeder Zeit der Handel, insbesondere an Grenzübergängen. So gibt es denn auch
hier einen Grenzmarkt, der für thailändische Märkte untypische Dinge zu
bieten hat. Sollte man sich ruhig anschauen. Weiterhin ist Mae Sot aber auch ein
Zentrum für Trekking-Touren, insbesondere in die Richtung Umphang. Dieser Ort
liegt auch mitten im Dschungel und der soll hier noch mit am natürlichsten
sein. Wir hatten allerdings keine Zeit für eine Tour und sind so für einen Tag
in ein Karen-Flüchtlingslager gefahren. Im Flüchtlingslager wird man mit dem
Elend der Welt konfrontiert, wo man sich einfach eine Meinung bilden muss. Die
Unterkunft, das SP-House, war einfach, aber dafür zu teuer (200B).
Chiang
May war die nächste Staion. 6-Stunden Busfahrt von Mae Sot nach Chiang May.
Ziemlich ätzend aber sie gehen vorüber. Chiang May ist die zweitgrößte Stadt
in Thailand und Zentrum des Nordens, insbesondere ein guter Standort für
Erkund ungen und Trekking. Auch wir nutzten dies und führten zwei nicht ganz
billige Touren durch. Die erste ging nach Chiang Ray und schloss ein Besuch in
einem Dorf mit "Long Necks"- den Padaung-Frauen ein. Die Tour wurde
unserer Meinung nach privat organisiert und war qualitativ das letzte und
teuerste, was uns auf der ganzen Tour begegnete. Interessant war, das der Guide
mit einer Deutschen verheiratet ist und selber fünf Jahre in Deutschland lebte.
Die zweite Tour ging über zwei Tage in den Dschungel und erfüllte alle unsere Vorstellungen.
Diese Tour wurde aber von offiziellen
Touristenbüros angeboten. Sie enthielt
eine Wanderung durch eine wunderschöne Landschaft, Übernachtung in einem
Akka-dorf, Elefantenriding und Bamboorafting, ein Erlebnis der ganz besonderen
Art. Würden wir auf alle Fälle weiterempfehlen, da landestypisch und für uns
Europäher auch ein Erlebnis.
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Weiter
ging die Tour nach Ko-Samui. Ob es nun diese Insel sein soll oder eine andere
muss jeder für sich entscheiden. Wahrscheinlich sind alle Inseln da unten sehr
schön und für das Inselfeeling geeignet. Jedenfalls haben wir es nicht bereut
auf Samui gewesen zu sein. Schon die ersten Eindrücke waren so tiefgründig,
fast kataloghaft. Unsere Unterkunft war eine einfache Bungalowsiedlung und
nannte sich Marine Bungalow (ein Bungalow 600B). Auf der Insel ist alles zu
haben, was das Touristenherz begehrt. Wir wollten eigentlich nur die Insel sehen
und das Tauchen erlernen. Letzteres lässt sich hier hervorragend durchführen.
Wir haben hier den Open Water PADI-Schein beim Divepoint gemacht. Unsere
Lehrerin war die Ilka aus Leipzig, die ihren Job super machte. Jedenfalls wurden
das wunderbare Tage auf dem Tauchboot und unter Wasser. Leider blieb für die
Insel nicht allzu viel Zeit übrig, die man sich ruhig nehmen sollte. Unsere
Zeit war jedenfalls begrenzt und so konnten wir nur noch einen kleinen Rundgang
unternehmen um die Naturschönheiten zu genießen. Es gibt aber schon noch
einige Dinge, die man sich anschauen könnte.Nun
näherte sich unser Urlaub langsam dem Ende und wir mussten wieder zu unserem
Startpunkt zurück, nämlich Bangkok. Hier nahmen wir uns noch ein mal richtig
Zeit für Kultur und für die Stadt. Solte man auch tun, denn Bangkok ist schon
sehr sehenswert. Da ist zum einen der alte Teil der Stadt, dann der historische
sehr gut gepflregte Teil, incl. Regierungssitz und da ist auch der moderne Teil,
der für einen Europäer schon ein Erlebnis darstellt. Von allen drei Teilen
sollte man ruhig etwas genießen. Mit dem Genießen darf man es nicht ganz so
wörtlich nehmen, denn man muss in Bangkok beim tiefen Einatmen aufpassen, dass
man sich nicht eine chronische Lungenkrankheit zu zieht, denn die Luft ist schon
ziemlich dick. Viele laufen deshalb auch mit Mundschutz herum. Der Lumphini-Park
hingegen ist die grüne Oase der Stadt und sehr zu empfehlen. Massenhaft gehen
die Thais ihrem Freizeitsport nach. Bewegen kann man sich in der Stadt sehr gut
mit Bus und Hochbahn sowie der Flusstaxi, ein Erlebnis der besonderen Art. Alles
in allem war dieser Urlaub ein sehr gelungener.
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