erstellt von Ingrid und Heino Gräf    September 2010      

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Venezuela besuchten wir 2000. Unsere Tour begann in Caracas und ging dann weiter nach Tucupita. Caracas diente nur zur Übernachtung, denn die Stadt ist nicht unbedingt die sicherste. Das sagte uns auch unsere Wirtin eindringlich. Per Bus ging es einen Tag später weiter. Busstrecken sind sehr gut ausgebaut. Man kann in der Regel zwischen verschiedenen Companies auswählen. Ich würde nicht unbedingt zu den billigsten raten, denn die sind immer sehr voll und die Einheimischen sind nicht unbedingt erbaut über die Gringos, wenn dies ihnen auch noch die wenigen Plätze streitig machen, obwohl sie über mehr Geld als sie verfügen. So kann es denn auch gut mal sein, dass man ein kleines , schlafendes Kind auf den Schoß bekommt, was dann auch normal in Venezuela ist. Wer damit leben kann, kann es tun, jedoch wenn man eine Weile in diesem Land gereist ist, merkt man auch, dass man selber Ruhe  und Schlaf braucht und dann wird es leicht stressig. 

In Tucupita nutzten wir die Gelegenheit den Regenwald für einige Tage zu inspizieren. Dort trafen wir an der Bushaltestelle José, einen Guide der seine Sache perfekt machte. Er ist im Dorf bekannt und spricht perfekt Englisch. Die drei Tage mit ihm werden wir nie vergessen. Der Dschungel war für uns Mitteleuropäer ein absolutes Erlebnis. Das Zusammentreffen mit den Eingeborenen, die Verständigung mit ihnen, ihre natürliche Unschuld, ihre Unkenntnis der modernen Welt war für uns überwältigend. Natürlich wissen wir, dass auch wir dazu beitrugen, dieses "Paradies" zu vernichten. Doch wenn man mit ihnen einige Tage zusammen verbringt, merkt man recht schnell, dass sie eben nicht weltfremd sind und sehr wohl wissen woran sie sind, wie es ihnen im Gegensatz zu uns geht und welche gesundheitlichen Risiken sie ausgesetzt sind und schon immer ausgesetzt waren. Beeindruckend war für mich sehr wohl, dass ein alter Eingeborener nicht abschätzen konnte wie alt er eigentlich sei jedoch schätze er so und soviel Monde.

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Nach diesem Erlebnis ging es dann weiter nach Ciudad Bolivar, von wo wir eine Tour zum Salto Angel buchten. Da merkten wir erst einmal wie die einzelnen Companies um Touris kämpfen. Trotzdem lehnten wir die snobistische Variante ab, mit dem Flugzeug direkt zum Angel zu fliegen. Die Tour buchten wir bei Bernhard und waren damit eigentlich zufrieden. Der Angel ist an sich schon sehr sehenswert, jedoch ob der vergleichsweise hohe Preis gerechtfertigt ist, wäre noch zu hinterfragen.Weiter ging es dann zur brasilianischen Grenze nach Santa Elena. Die Straße bietet wunderschöne Wasserfälle und natürliche Schönheiten sowie einen wundervollen Blick auf die Grand Sabana. Dort kann man sich mit mehreren zusammen einen Jeep mieten und mehrere Tage die Grand Sabana durchstreifen.Dann wagten wir den Großen Ritt an die Küste nach Tucacas. Traumhaft schön! Jedoch unbedingt Sunblocker einstecken und auch auftragen!!!. Die Sonnenbrände sind sehr schmerzhaft. Ansonsten ist die karibische Küste ein Traum. Auch das Dorfleben ist sehenswert und sehr persönlich. Die Menschen sind unterhaltungsfreudig und sehr zugänglich. Man kann sich mit Taxibooten an kleinere vorgelagerte Inseln bringen lassen, auch auf diesen übernachten. Das muss man sich mit dem Bootfahrer aber ausmachen, so dass man auch wieder abgeholt wird. Übrigens lohnt es sich eine Hängematte mitzunehmen oder auch vor Ort auszuborgen. Schnorchel und tauchen sind ebenfalls kein Thema dort.

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Über Valencia ging unsere Tour dann nach Merida, wo die 5000-er auf uns warteten. Ziemlich beeindruckend die Anden! Dort geht auch noch die Seilbahn bis in die höheren Regionen und der Ausblick ist fantastisch. Man sollte vielleicht ganz früh hochfahren, da da die Wolkendecke noch ziemlich hoch hängt. Wir wanderten zum Andendörfchen Los Nevados. Eine Strecke, die sich lohnt und die es in sich hat. Nahe der 5000 Marke zu wandern ist für ungeübte schon eine Herausforderung. es empfiehlt sich daher an die Höhe mit eineigen kleineren Wanderungen zu gewöhnen, grundsätzlich aber schaffbar.Von dort ging es dann zurück nach Caracas wo unser Flieger wartete. Wir schaurten uns noch die Umgebung und die Küste an, bevor wir dann in den Flieger einstiegen. Auch die Küste um Caracas ist sehr schön, jedoch sollte man schon sehr genau hinsehen wo man sich aufhält.

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